Wie geht
es Ronja?

Ronja feierte gerade ihren 20. Geburtstag. Wenn sie mit ihren Freundinnen und Freunden über Schule, Lehre und Gehalt redet, erkennt sie große Unterschiede zwischen den Geschlechtern, zum Beispiel bei der Auswahl unterschiedlicher Schulen oder Lehrberufen. Außerdem verstehen Ronja und ihre Freundinnen nicht, warum LehrerInnen ihnen oft nicht das Gleiche zutrauen wie den männlichen Kollegen. Auch Schulbücher beinhalten oft geschlechterspezifische Klischees und klassische Geschlechterrollen.

Wer besucht welche Schule?


Frauen Männer
AHS-Oberstufe 57 % 43 %
Berufsschule 35 % 65 %
Berufsbildende Mittlere Schulen 48 % 52 %
‒ technisch-gewerblich 20 % 80 %
‒ kaufmännisch 56 % 44 %
‒ wirtschaftsberuflich 84 % 16 %
Berufsbildende Höhere Schulen 51 % 49 %
‒ technisch-gewerblich 27 % 73 %
‒ kaufmännisch 61 % 39 %
‒ wirtschaftsberuflich 90 % 10 %
Kindergartenpädagogik 94 % 6 %

Studienrichtung und Geschlecht 2016/2017


  • Eine Entscheidung für eine bestimmte Schulrichtung fällt oft nicht nach Interessen und Kompetenzen, sondern hängt vom Geschlecht ab. […] Mädchen besuchen üblicherweise sozial- oder wirtschaftsberufliche Schulen und Burschen überwiegend technische Schulen.


    Arbeiterkammer Oberösterreich, Frauenmonitor

  • Wie viel „wert“ Frauenarbeit oder Männerarbeit ist, bleibt letztlich eine gesellschaftspolitische Frage, bei der wir Frauen uns durchsetzen müssen.

    Johanna Dohnal, erste Frauenministerin in Österreich

Ronja fordert:

  • Gemeinsame Schule für 10-14 Jährige in verschränkter Form. Besuchen Mädchen und Burschen eine gemeinsame Schule, wird Benachteiligung verringert.
  • Frauen für technische Berufe motivieren. Um klassische Rollenbilder in der Berufswahl aufzubrechen, braucht es neue Ansätze in der Pädagogik.
  • Rechtliche Verankerung von bundesweit einheitlichen Standards für geschlechtersensible Ausbildung aller Pädagogen und Pädagoginnen.
  • Verbot von geschlechterdiskriminierenden und klischeehaften Darstellungen in Kinder- und Jugendmedien, vor allem aber in Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen.
  • Verbot von kommerziellen Medieninhalten, Werbungen und Marketingstrategien, die Menschen in klischeehafter und/oder sexistischer und abwertender Weise darstellen.

Hilf Ronja!

Ronja hat sich vorgenommen, viele Menschen über diese Ungerechtigkeit zu informieren, damit es ihre Enkeltochter einmal besser hat. Hilf Ronja und teile diese Seite mit deiner Familie und deinen FreundInnen!